Winterallergie – auch behandelbar?

Wenn der Sommer zur Neige geht, können Pollenallergiker endlich aufatmen. Für Winterallergiker indessen beginnt jetzt die unangenehme Jahreszeit. Bei der Winterallergie handelt es sich um die Hausstaubmilben-Allergie. In der kalten Jahreszeit macht sie sich durch unzureichend gelüftete und beheizte Räume verstärkt bemerkbar. Wie der Allergische Schnupfen - sowohl im Sommer als auch im Winter - behandelt werden kann, lesen Sie hier. 

Wie kann ein Allergischer Schnupfen behandelt werden?

Eine mögliche Behandlung ist die Hyposensibilisierung, bei der die überschießende Immunantwort des Patienten auf das Allergen reduziert werden soll. Dazu muss der Patient dem Allergen kontrolliert und in steigender Konzentration ausgesetzt werden. Diese Therapie ist allerdings sehr langwierig und bedarf häufiger Arztbesuche. In den internationalen Leitlinien zur medikamentösen Therapie werden stattdessen Antihistaminika (→ schwächen die Wirkung des Entzündungsvermittlers Histamin) und Glukokortikosteroide (→ Kortisonpräparate mit vielfältigen u.a. entzündungshemmenden Wirkungen) empfohlen.
Allerdings sieht trotz eindeutiger Therapieempfehlungen und hohem Leidensdruck der Patienten die Behandlungssituation in Deutschland schlecht aus: Nur rund ein Drittel der Patienten erhält ein Medikament vom Arzt rezeptiert, ein weiteres Drittel betreibt Selbstmedikation und die übrigen werden nicht therapiert. Das liegt zum Teil darin begründet, dass die Kosten für die genannten Medikamente in vielen Fällen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Allerdings scheinen auch die Patienten, die behandelt werden, nicht angemessen von der Behandlung zu profitieren. Denn von 1.000 behandelten Patienten mit Allergischem Schnupfen gaben zwei Drittel an, zwei oder mehr antiallergische Medikationen anzuwenden. Als Hauptgrund nannten die Befragten das Bedürfnis nach einer schneller wirksamen und effektiveren Behandlung, die die Nasen- und Augensymptome lindert oder im besten Falle beseitigt. 

Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Seit März 2013 ist nach den USA auch in Deutschland ein neues Nasenspray für die Behandlung mittelschwerem bis schwerem allergischen Schnupfen zugelassen, wenn eine alleinige Therapie mit einem Antihistaminikum oder einem Glukokortikoid nicht als ausreichend erachtet wird. Dieses Medikament ist voll erstattungsfähig durch die gesetzlichen Krankenkassen. Bei dem neuen Spray ist es erstmals gelungen, zwei in ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit gut erprobte Einzelsubstanzen, Fluticasonpropionat (Glukokortikoid) und Azelastinhydrochlorid (Antihistaminikum) zusammen zu verabreichen. Das Spray wurde in einem Studienprogramm mit über 4.600 Patienten untersucht. Dabei zeigte sich, dass das neue Medikament schneller und wirksamer die Beschwerden an Nase und Augen lindern kann, als die beiden Einzelsubstanzen und dabei genauso gut verträglich ist.


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